12.10. Pop-Up Menü's

Ein Taste 2-Klick über einem Modellelement im Editierfenster öffnet ein Pop-up-Menü mit Menüelementen, viele davon mit einem Untermenü.

12.10.1. Kritiken

Dieses Untermenü gibt eine Liste aller Kritiken aus, die von diesem Modellelement ausgelöst wurden. Die Auswahl eines der Menüeinträge bewirkt, daß der Eintrag im Zu-Bearbeiten-Fenster hervorgehoben und die ausführliche Erläuterung im Detailfenster des Zu-Bearbeiten-Reiters plaziert wird. Eine durchgezogene farbige Linie markiert das entsprechende Element.

12.10.2. Reihenfolge

Dieses Menü steuert die Reihenfolge der sich überlappenden Modellelemente im Diagramm. Es entspricht dem Untermenü Reihenfolge des Menüs Anordnen (siehe Abschnitt 10.7.3, „ Reihenfolge). Es enthält vier Einträge.

  • Nach vorne. Das markierte Modellelement wird hinsichtlich der es überlappenden Modellelemente in der Reihenfolgenhierarchie eine Ebene nach oben bewegt.

  • Nach hinten. Das markierte Modellelement wird hinsichtlich der es überlappenden Modellelemente in der Reihenfolgenhierarchie eine Ebene nach unten bewegt.

  • In den Vordergrund. Das markierte Modellelement wird hinsichtlich der es überlappenden anderen Modellelemente an die vorderste Stelle bewegt.

  • In den Hintergrund. Das markierte Modellelement wird hinsichtlich der es überlappenden anderen Modellelemente an die hinterste Stelle bewegt.

12.10.3. Hinzufügen

Dieses Untermenü erscheint nur bei Modellelementen, denen Erläuterungen hinzugefügt werden können (Klassen, Schnittstellen, Objekte, Zustände, Pseudozustände) oder denen Methoden oder Attribute hinzugefügt wurden (Klassen, Schnittstellen). Es hat meistens drei Einträge.

  • Neues Attribut. Erscheint nur, wenn das markierte Modellelement eine Klasse ist. Es erzeugt ein neues Attribut im Modellelement.

  • Neue Methode. Erscheint nur, wenn das markierte Modellelement eine Klasse oder eine Schnittstelle ist. Erzeugt eine neue Methode im Modellelement.

  • Neuer Kommentar. Fügt zu dem markierten Modellelement einen Kommentar hinzu.

  • Alle Assoziationen hinzufügen. Erscheint nur, wenn das markierte Element eine Klasse oder eine Schnittstelle ist. Macht alle im Modell existierenden Beziehungen sichtbar, die mit dem markierten Modellelement verknüpft sind.

  • Alle Assoziationen entfernen. Erscheint nur, wenn das markierte Modellelement eine Klasse oder eine Schnittstelle ist. Entfernt alle verknüpften Beziehungen aus dem Diagramm (ohne sie aus dem Modell zu entfernen).

12.10.4. Darstellung

Dieses Untermenü erscheint nur bei bestimmten Modellelementen. Es ist vollständig kontextabhängig. Es gibt viele mögliche Einträge, je nach markiertem Modellelement und dessen Zustand.

  • Erweiterungspunkte ausblenden. Erscheint nur, wenn der Erweiterungspunkt eines Anwendungsfalles eingeblendet ist. Blendet den Erweiterungspunkt aus.

  • Erweiterungspunkte einblenden. Erscheint nur, wenn der Erweiterungspunkt eines Anwendungsfalles ausgeblendet ist. Blendet den Erweiterungspunkt ein.

  • Alle Bereiche ausblenden. Erscheint nur, wenn Attribut- und Methoden-Bereiche einer Klasse oder eines Objektes angezeigt werden. Verbirgt beide Bereiche.

  • Alle Bereiche einblenden. Erscheint nur, wenn Attribut- und Methoden-Bereiche einer Klasse oder eines Objektes ausgeblendet sind. Blendet beide Bereiche ein.

  • Attribute ausblenden. Erscheint nur, wenn die Attribute einer Klasse oder eines Objektes eingeblendet sind. Blendet die Attribute aus.

  • Attribute einblenden. Erscheint nur, wenn die Attribute einer Klasse oder eines Objektes ausgeblendet sind. Blendet die Attribute ein.

  • Operationen ausblenden. Erscheint nur, wenn die Operationen einer Klasse oder eines Objektes eingeblendet sind. Blendet die Operationen aus.

  • Operationen einblenden. Erscheint nur, wenn die Operationen einer Klasse oder eines Objektes ausgeblendet sind. Blendet die Operationen ein.

  • Aufzählung ausblenden. Erscheint nur, wenn die Aufzählung eingeblendet ist. Blendet die Aufzählung aus.

  • Aufzählung einblenden. Erscheint nur, wenn die Aufzählung ausgeblendet ist. Blendet die Aufzählung ein.

  • Alle Kanten einblenden. Erscheint nur bei Klassen. Blendet alle Assoziationen ein (zu angezeigten Modellelementen) die aktuell nicht eingeblendet sind. Dies ist die selbe Funktion wie "Zum Diagramm hinzufügen " einer Assoziation im Explorer-Kontextmenü.

  • Alle Kanten ausblenden. Erscheint nur bei Klassen. Blendet alle Assoziationen aus. Dies ist die gleiche Funktion wie die Funktion „Aus Diagramm entfernen“ auf alle Assoziationen dieser Klasse.

  • Stereotypen ausblenden. Erscheint nur, wenn die Stereotypen eines Paketes eingeblendet sind. Blendet die Stereotypen aus.

  • Stereotypen einblenden. Erscheint nur, wenn die Stereotypen eines Paketes ausgeblendet sind. Blendet die Stereotypen ein.

  • Sichtbarkeit ausblenden. Erscheint nur, wenn die Sichtbarkeit eines Paketes eingeblendet ist. Blendet die Sichtbarkeit aus.

  • Sichtbarkeit einblenden. Erscheint nur, wenn die Sichtbarkeit eines Paketes ausgeblendet ist. Blendet die Sichtbarkeit ein.

12.10.5. Modifikatoren

Dieses Untermenü erscheint nur bei Klassen, Schnittstellen, Paketen und Anwendungsfall-Modellelementen. Es wird verwendet, um die Werte verschiedener verfügbarer Modifikatoren einzustellen oder zu löschen.

  • Abstrakt. Wird bei einem abstrakten Modellelement eingestellt.

  • Blatt. Wird bei einem abschliessendem Modellelement gesetzt. Zum Beispiel eines ohne Sub-Modellelemente.

  • Wurzel. Wird bei einem Wurzel-Modellelement gesetzt. Zum Beispiel eines ohne übergeordnetes Modellelement.

  • Aktiv. Wird bei einem Modellelement mit dynamischem Verhalten gesetzt.

    [Anmerkung]Anmerkung

    Dies sollte natürlich automatisch bei Modellelementen mit Zustandsautomaten oder Aktivitätsdiagrammen gesetzt werden.

12.10.6. Kardinalität

Dieses Untermenü erscheint nur bei Assoziations-Modellelementen, beim Anklicken eines Assoziationsendes. Es wird dazu verwendet, die Kardinalität am dem Assoziationsende zu steuern, das dem Mausklick am nächsten liegt. Es gibt nur vier Einträge, eine Untermenge einer Menge von Kardinalitäten, die über die Eigenschaftstabelle eines Assoziationsendes verfügbar sind (siehe Abschnitt 17.6, „ Assoziationsenden).

  • 1

  • 0..1

  • 1..*

  • 0..*

12.10.7. Aggregation

Dieses Untermenü erscheint nur bei Assoziations-Modellelementen, beim Anklicken eines Assoziationsendes. Es wird dazu verwendet, die Aggregation an dem Assoziationsende zu steuern, das dem Mausklick am nächsten liegt. Es gibt drei Einträge.

  • keine. Entfernt alle Aggregationen.

  • Aggregation. Macht dieses Ende zu einer Aggregation (gewöhnlich als „Aggregation“ bekannt).

  • Komposition. Macht dieses Ende zu einer untrennbaren Aggregation (gewöhnlich als „Komposition“ bekannt).

[Achtung]Achtung

UML fordert, dass ein Ende einer Komposition die Kardinalität 1 aufweisen muss (der Standard).

12.10.8. Navigierbarkeit

Dieses Untermenü erscheint nur bei Assoziations-Modellelementen beim Anklicken auf ein Assoziationsende. Es wird verwendet, um die Navigierbarkeit der Assoziation zu steuern. Es gibt drei Einträge.

  • bidirektional. Macht die Assoziation in beide Richtungen navigierbar.

  • <Klasse1> nach <Klasse2>. Macht die Assoziation nur von <Klasse1> nach <Klasse2> navigierbar. Mit anderen Worten, <Klasse1> kann die <Klasse2> referenzieren, aber nicht umgekehrt.

  • <Klasse2> nach <Klasse1>. Macht die Assoziation nur von <Klasse2> nach <Klasse1> navigierbar. Mit anderen Worten, <Klasse2> kann die <Klasse1> referenzieren, aber nicht umgekehrt.

[Anmerkung]Anmerkung

UML erlaubt keine nicht-navigierbaren Assoziation in beide Richtungen. ArgoUML wird dies zulassen, aber Sie müssen die Navigationseigenschaft aller über den Reiter Eigenschaften der Assoziation erreichbaren Assoziationsenden einstellen - und das Diagramm wird in diesem Fall keine Pfeile anzeigen.

Dies wird als schlechte Design-Praxis betrachtet (es wird in ArgoUML eine Kritik auslösen), so dass dies nur von theoretischem Interesse ist.

[Anmerkung]Anmerkung

UML erlaubt keine Navigierbarkeit von einer Schnittstelle zu einer Klasse. ArgoUML verhindert dies nicht.