4.4. Anwendungsfälle in ArgoUML verwenden

ArgoUML erlaubt es Ihnen Anwendungsfalldiagramme zu zeichnen. Wenn Sie ein neues Projekt erstellen, ist ein Anwendungsfalldiagramm standardmäßig mit dem Namen Anwendungsfalldiagramm 1 angelegt. Wählen Sie diesen Diagrammnamen im Explorer durch einen Klick mit der Taste 1 aus (der obere linke Quadrant des ArgoUML-Fensters).

Neue Anwendungsfalldiagramme können, wenn benötigt, über Erzeuge Diagramm in der Menüzeile oder über die Werkzeugleiste erstellt werden. Sie werden im Bearbeitungsfenster (der obere rechte Quadrant des ArgoUML-Fensters) bearbeitet.

4.4.1. Akteure

Um einen Akteur dem Diagramm hinzuzufügen, klicken Sie mit der Taste 1 auf das Akteur-Symbol in der Werkzeugleiste des Bearbeitenfensters ( ) und dann klicken Sie mit der Taste 1 an die Stelle, wo Sie ihn plazieren wollen. Der Akteur kann nachträglich durch eine Taste 1-Bewegung bewegt werden (z.B. über dem Akteur die Taste 1herunterdrücken, um diesen zu markieren, ihn an die neue Position bewegen und die Taste 1 loslassen, um den Akteur an diese Stelle zu bringen).

Mehrere Akteure können in einem Schritt durch einen Doppelklick mit der Taste 1 auf das Akteursymbol hinzugefügt werden. Jeder nachträgliche Taste 1-Klick wird einen Akteur in das Diagramm bringen. Ein Klick mit der Taste 1 auf das Auswahlsymbol ( ) wird das Hinzufügen der Akteure stoppen.

Der Name des Akteurs wird in seinem Eigenschaftsfenster vergeben. Zuerst markieren Sie den Akteur (wenn nicht bereits markiert) im Bearbeitungsfenster mit Hilfe des Taste 1-Klick. Dann klicken Sie auf das Eigenschaften-Register im Detailfenster. Der Name wird im Feld Name eingegeben und wird am Bildschirm erscheinen.

Als eine Abkürzung, die Ihnen erlaubt, den Namen direkt einzugeben, führen Sie mit der Taste 1 einen Doppelklick auf den Namen des Akteurs im Bearbeitenfenster aus (oder geben Sie ihn einfach über die Tastatur ein, wenn der Akteur markiert ist). Dies ist ein komfortabler Weg, einen Namen für einen neuen Akteur einzugeben.

Wenn sie einen Akteur erstellt haben, werden Sie sehen, dass er im Exlorer (der obere linke Quadrant des ArgoUML-Fensters) erscheint. Dieser zeigt alle im UML-Design erstellten Modellelemente. Eine Kombinationsfeldliste am oberen Ende des Explorers beeinflusst die Reihenfolge der Modellelemente im Explorer. Die nützlichsten sind Nach Paketen (Standard) und Nach Diagrammen. Das letztere gruppiert die Modellelemente nach Diagrammen.

4.4.2. Anwendungsfälle

Das Vorgehen, um Anwendungsfälle hinzuzufügen, ist das gleiche wie für das Hinzufügen von Akteuren, allerdings indem das Anwendungsfall- Symbol im Bearbeitenfenster verwendet wird ( ).

Standardmäßig zeigen Anwendungsfälle in ArgoUML nicht ihre Erweiterungspunkte an (wird verwendet, um Beziehungen anzulegen). Sie können die Erweiterungspunkte auf einen von zwei Wegen anzeigen.

  1. Markieren Sie den Anwendungsfall im Bearbeitenfenster mit einem klick der Taste 1 aus, dann markieren Sie das Register Darstellung und klicken auf die Checkbox Erweiterungspunkte.

  2. Durch klicken mit der Taste 2 auf dem Anwendungsfall im Bearbeitenfenster erscheint ein kontext-sensitives Popup-Menü und aus diesem wählen Sie Darstellung/ Erweiterungspunkte anzeigen aus.

Der gleiche Ansatz kann für das verstecken des Erweiterungspunktbereiches verwendet werden.

4.4.2.1. Einem Anwendungsfall einen Erweiterungspunkt hinzufügen

Es gibt zwei Wege, einem Anwendungsfall einen Erweiterungspunkt hinzuzufügen.

  1. Markieren Sie mit der Taste 1 den Anwendungsfall im Bearbeitenfenster. Dann klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Symbol Neue Erweiterung ( und ein neuer Erweiterungspunkt mit Standardnamen und -ort wird im Anschluss an die exisiterenden Erweiterungspunkte hinzugefügt.

    [Anmerkung]Anmerkung

    Das Symbol Erweiterungspunkt hinzufügen ist inaktiv, bis ein Anwendungsfall markiert ist.

  2. Markieren Sie den Anwendungsfall im Bearbeitenfenster mit dem Taste 1-Klick und dann wählen Sie das Register Eigenschaften im Detailfenster aus. Ein Taste 2-Klick über dem Feld Erweiterungspunkt: wird ein kontext-sensitives Popup-Menü öffnen. Markieren Sie Hinzufügen aus, um einen neuen Erweiterungspunkt hinzuzufügen.

    Wenn bereits ein Erweiterungspunkt existiert, werden Sie in diesem Feld im Register Eigenschaften angezeigt. Der neue Erweiterungspunkt wird unmittelbar vor dem Eintrag über dem das Popup-Menü aufgerufen wurde eingefügt. Diese Reihenfolge kann später durch die Nach oben und Nach unten-Einträge im Popup-Menü verändert werden.

Welche Methode auch immer verwendet wird, der neue Erweiterungspunkt wird markiert und sein Register Eigenschaften kann im Detailfenster angezeigt werden. Der Name und der Ort des Erweiterungspunktes sind Freitext, der die entsprechenden Felder des Registers Eigenschaften setzt.

Ein exisiterender Erweiterungspunkt kann in seinem Register Eigenschaften bearbeitet werden. Das Register Eigenschaften kann auf zwei Wegen erreicht werden.

  1. Wenn für den Anwendungsfall der Erweiterungspunkt-Bereich im Diagramm angezeigt wird, markieren Sie den Anwendungsfall mit dem Taste 1-Klick und dann markieren Sie den Erweiterungspunkt mit einem weiteren Taste 1-Klick. Das Register Eigenschaften kann dann im Detailfenster ausgewählt werden.

  2. Im anderen Fall markieren Sie den Anwendungsfall und sein Register Eigenschaften im Detailfenster. Ein Taste 1- Klick auf den gewünschten Eintrag im Feld Erweiterungspunkte wird das Register Eigenschaften für den Erweiterungspunkt im Detailfenster zur Anzeige bringen.

Die Felder Name und Ort des Erweiterungspunktes können bearbeitet werden.

Wenn der Erweiterungspunktbereich angezeigt wird, ist der Doppelklick auf den Erweiterungspunkt eine Abkürzung und erlaubt es Ihnen den Text direkt einzugeben. Dies wird analysiert, um den Namen und den Ort für den Erweiterungspunkt zu setzen.

Erweiterungspunkte dürfen gelöscht oder deren Reihenfolge mit Hilfe des Taste 2-Popup-Menüs über dem Feld Erweiterungspunkte im Register Eigenschaften des Anwendungsfalles geändert werden.

Nachdem Sie einen Erweiterungspunkt erstellt haben, wird er im Explorer (oberer linker Quadrant des ArgoUML-Fensters) erscheinen. Erweiterungspunkte werden immer als Sub-Baum ihres eigenen Anwendungsfalles dargestellt.

4.4.3. Assoziationen

Um im Diagramm einen Anwendungsfall mit einem Akteur zu verbinden, klicken Sie der Taste 1 auf das Assoziationssymbol in der Editierwerkzeugleiste ( ). Auf dem Anwendungsfall halten Sie die Taste 1 gedrückt, gehen zum Akteur und lassen die Taste 1 los (oder beginnen Sie beim Akteur und enden am Anwendungsfall).

Dadurch wird eine gerade Linie zwischen dem Akteur und dem Anwendungsfall erzeugt. Sie können die Linie segmentieren, indem Sie die Taste 1 auf der Linie gedrückt halten und vor dem loslassen bewegen. Der Linie wird ein Schnittpunkt hinzugefügt, den Sie mit der Taste 1 bewegen können. Durch Aufnehmen und durch verschieben zu einem Ende der Linie kann der Schnittpunkt entfernt werden.

Es können mehrere Assoziationen gleichzeitig hinzugefügt werden, indem Sie auf das Assoziationssymbol einen Taste 1-Doppelklick ausführen. Jede darauf folgende Taste 1-drücken/bewegen/loslassen- Sequenz wird einen Akteur mit einem Anwendungsfall verbinden. Das Anklicken des Auswahlsymbols ( ) mit der Taste 1 stoppt das Hinzufügen von Assoziationen.

Es ist auch möglich, Assoziationen mit Hilfe der kleinen „ Griffe“ hinzuzufügen, die links und rechts eines Anwendungsfalles oder eines Akteurs erscheinen, wenn dieser markiert ist und sich die Maus darüber befindet. Das Ziehen des Griffes von einem Anwendungsfall zu einem Akteur wird eine Assoziation zu diesem Akteur erzeugen (und umgekehrt beim Ziehen eines Griffes von einem Akteur zu einem Anwendungsfall).

Das Ziehen eines Griffes von einem Anwendungsfall in den leeren Raum wird einen neuen Akteur am anderen Ende erzeugen. Umgekehrt wird das Ziehen eines Griffes von einem Akteur in den leeren Raum einen neuen Anwendungsfall erzeugen.

Es ist möglich, der Assoziation einen Namen zu geben, der die Beziehung des Akteurs zum Anwendungsfall beschreibt. Obgleich das gewöhnlich nicht notwendig ist. Dies wird über das Eigenschaftsregister der Assoziation getan. Solch ein Name erscheint entlang der Assoziation in der Nähe der Mitte.

4.4.3.1. Navigation einstellen

Es gibt zwei Wege, die Navigation einer Assoziation einzustellen.

  1. Das Anklicken der Assoziation mit der Taste 2 bringt ein kontextsensitives Popup-Menü nach oben. Das Untermenü Navigierbarkeit enthält Optionen für die bidirektionale Navigation (der Standard, ohne Pfeile) und für die Navigierbarkeit Akteur->Anwendungsfall und Anwendungsfall->Akteur.

  2. Verwenden Sie die Taste 1, um die Assoziation zu markieren und markieren Sie sein Eigenschaftsregister im Detailfenster. Dieses enthält ein Feld mit der Bezeichnung Verbindungen: mit Einträgen für jedes mit einem Akteur oder Anwendungsfall verbundenen Ende und seiner Kardinalität. Markieren Sie das Ende welches das Ende des Pfeiles darstellt mit einem Taste 1- Doppelklick. Dies bringt das Eigenschaftsregister für das Assoziationsende nach oben. Verwenden Sie den Taste 1- Klick, um die Markierung des Kästchens navigierbar zu entfernen.

    [Anmerkung]Anmerkung

    Dies erscheint anti-intuitiv, aber tatsächlich sind Assoziationen standardmäßig in beide Richtungen navigierbar (wenn keine Pfeile angezeigt werden). Dieser Prozess ist eher das Ausschalten der Navigation an einem Ende, als das Einschalten am anderen Ende.

Sie werden sehen, dass es möglich ist, einem Assoziationsende im Eigenschaftsregister einen Namen zu geben. Dieser Name wird an dem Ende der Assoziation erscheinen und kann dazu verwendet werden die Rolle zu beschreiben, die ein Akteur oder ein Anwendungsfall in dieser Assoziation spielt.

Ein Zeitmanagmentsystem für ein Geschäft kann zum Beispiel Anwendungsfälle für die Vervollständigung der Zeittabellen und für das Abzeichnen der Zeittabellen aufweisen. Ein Akteur Mitarbeiter kann in beides involviert sein. Einmal als Mitarbeiter und zum anderen in der Rolle als Manager.

4.4.3.2. Die Kardinalität einstellen

Es gibt zwei Wege, die Kardinalität am Ende einer Assoziation einzustellen.

  1. Der Taste 2-Klick über dem Ende einer Assoziation verursacht das Erscheinen eines kontextsensitiven Popup- Menüs mit einem Untermenü Kardinalität. Dieses erlaubt es Ihnen, auszuwählen aus 1 (dem Standard), 0..1, 0..* und 1..*.

  2. Bringen Sie das Eigenschaftsregister für das Assoziationsende wie in "Navigation einstellen" nach oben (siehe zweite Option in Abschnitt 4.4.3.1, „ Navigation einstellen). Ein Dropdown-Menü gibt Ihnen die Kardinaltitätsoptionen aus, die ausgewählt werden können.

Der zweite dieser beiden Ansätze hat mehr Optionen, obgleich ArgoUML es dem Anwender aktuell nicht erlaubt eine beliebige Kardinaltität einzustellen.

4.4.4. Hierarchische Anwendungsfälle

Der Originalentwurf der UML erlaubt es, dass Anwendungsfälle in Paketen gruppiert, sowie Beziehungen zwischen ihnen spezifiziert werden können. In ArgoUML werden nur die Beziehungsmechanismen unterstützt. Alle drei Beziehungen, die auf Anwendungsfälle angewendet werden können werden unterstützt. Dieses sind include, extend und generalization.

4.4.4.1. Includes

Die Prozedur zum Hinzufügen einer Include-Beziehung ist die gleiche, wie für das Hinzufügen einer Assoziation. Allerdings verwenden Sie das Include-Symbol aus der Editier-Werkzeugleiste ( ) um die beiden Anwendungsfälle zu verbinden.

Seit Include-Beziehungen richtungsgebunden sind, ist die Reihenfolge mit der die beiden Enden markiert werden wichtig. Der einbindende (Haupt) Anwendungsfall sollte zuerst (Taste 1 drücken) und der eingebundene (sekundäre) Anwendungsfall als zweiter (Taste 1 loslassen) markiert werden.

Es ist möglich die Include-Beziehungen mit Hilfe des Eigenschaftsregisters zu benennen. Dies wird aber selten getan und wird im Anwendungsfalldiagramm nicht dargestellt.

4.4.4.2. Extends

Die Prozedur zum Hinzufügen einer Extend-Beziehung ist die gleiche, wie für das Hinzufügen einer Include-Beziehung. Allerdings verwenden Sie das Extend-Symbol aus der Editier- Werkzeugleiste ( ) um die beiden Anwendungsfälle zu verbinden.

Wie bei den Include-Beziehungen ist die Reihenfolge des Markierens wichtig. In diesem Fall sollte der erweiternde (sekundäre) Anwendungsfall zuerst (Taste 1 drücken) und dann der erweiterte (Haupt-) zweite Anwendungsfall markiert werden (Taste 1 loslassen).

[Anmerkung]Anmerkung

Dies ist gegenüber der Include-Beziehung genau umgekehrt, reflektiert aber die Art und Weise, wie Designer denken. Die Tatsache, dass der Pfeil des Extend-Symboles nach oben zeigt ( im Gegensatz zum Include-Symbol) sollte Ihnen helfen, sich daran zu erinnern.

Um eine Bedingung für die Extend-Beziehung einzugeben, markieren Sie die Extend-Beziehung im Editierfenster (Taste 1-Klick) und öffenen Sie das Eigenschaftsregister im Detailfenster ( Taste 1-Klick auf das Register). Der Text der Bedingung kann in das Bedingungs-Feld eingegeben werden. Lange Bedingungen sollten - sofern gewünscht - über mehrere Zeilen aufgeteilt werden. Die Bedingung wird unterhalb der «extend»-Kennzeichnung im Diagramm dargestellt.

Es ist möglich die Extend-Beziehungen mit Hilfe des Eigenschaftsregisters zu benennen. Dies wird aber selten getan und wird im Anwendungsfalldiagramm nicht dargestellt.

4.4.4.3. Generalisierung

Die Prozedur zum Hinzufügen einer Generalisierung ist die gleiche, wie für das Hinzufügen einer Extend-Beziehung. Allerdings verwenden Sie das Generalisierungs-Symbol aus der Editier-Werkzeugleiste ( ).

Seit die Generalisierung eine gerichtete Beziehung ist, ist die Reihenfolge des Markierens wichtig. Der spezialisierte Anwendungsfall sollte zuerst (Taste 1 drücken) und der generalisierte als zweites markiert werden (Taste 1 loslassen).

Es ist auch möglich, die Generalisierung mit Hilfe der kleinen Griffe, die oben und unten am Anwendungsfall erscheinen, wenn er markiert ist, hinzuzufügen. Das Ziehen des oberen Griffes auf einen anderen Anwendungsfall erzeugt eine Generalisierung. Der Original-Anwendungsfall ist das spezialisierte Ende und der Anwendungsfall auf den der Griff gezogen wurde wird das generalisierte Ende. Das ziehen in den leeren Raum wird einen neuen Anwendungsfall mit einem generalisierten Ende erzeugen.

Ähnlich ist es beim Ziehen des unteren Griffes. Dies erzeugt eine Generalisierung bei der der Original-Anwendungsfall das generalisierteEnde darstellt.

Die Generalisierung ist auch zwischen Akteuren erlaubt, obwohl dieser Gebrauch ausserhalb des Bezugsbereiches dieses Tutorials liegt. Im Gegensatz zu den Anwendungsfällen gibt es keine Generalisierungs-Griffe bei Akteuren, so dass Generalisierungen mit Hilfe der Symbole in der Werkzeugleiste erzeugt werden müssen.

Es ist möglich die Generalisierungs-Beziehungen mit Hilfe des Eigenschaftsregisters zu benennen. Wird ein Name eingegeben, wird dieser im Anwendungsfalldiagramm dargestellt.

4.4.5. Stereotypen

Die UML enthält das Konzept der Schablonen, um die Basisnotation zu erweitern. Es mag zum Beispiel nützlich erscheinen, ein Problem sowohl auf Geschäftsebene als auch auf der Ingenieur-Ebene zu modellieren. In diesem Fall unterscheidet die OMG zwischen einem PIM und einem PSM. Für beide werden wir Anwendungsfälle benötigen, aber die Anwendungsfälle auf der Geschäftsebene enthalten eine andere Art von Informationen als die auf der Ingenieurs-Ebene. Sie nutzen sehr wahrscheinlich eine andere Sprache und Notation in ihren darunter liegenden Anwendungsfallspezifikationen.

Stereotypen werden zur Kennzeichnung von UML-Modellelementen wie Anwendungsfälle benutzt, um darzustellen, dass diese zu einer bestimmten Kategorie gehören. Diese Kennzeichen werden in guillemots ( « ») über dem Namen des Modellelementes im Diagramm dargestellt. Der UML-Standard definiert eine Anzahl von Standard-Stereotypen und der Anwender darf weitere Stereotypen selbst definieren.

Sie werden sehen, dass ArgoUML in jedem Eigenschaftsregister eine Drop-Down-Auswahl Stereotypen aufweist. Dieses ist mit den Standard-Stereotypen gefüllt, zu denen Sie Ihre eigenen hinzufügen können.

Die Details der Schablonen liegt ausserhalb des Bezugsbereiches dieses Tutorials. Das Referenzhandbuch (siehe Abschnitt 16.6, „ Stereotyp) dokumentiert die von ArgoUML bereitgestellte Unterstützung.

[Warnung]Warnung

In ArgoUML fehlen einige der Standard-UML-Stereotypen. Zusätzlich stellen nicht alle Modellelemente die Stereotypen im Diagramm dar. Aktuell sind sie in Anwendungsfällen und Akteuren enthalten.

4.4.6. Dokumentation

ArgoUML enthält einige einfache Dokumentationsmöglichkeiten, die mit den Modellelementen im Diagramm verknüpft sind. Hauptsächlich sollten diese nur zum Aufzeichnen der Ablageorte der Dokumente verwendet werden, nicht für die aktuelle Dokumentation selbst.

Die Dokumentation für ein bestimmtes Modellelement wird im Dokumentationsregister im Detailfenster aufgezeichnet (der unten rechts befindliche Quadrant des Bildschirms).

Zusätzlich können in den Diagrammen Kommentare mit Hilfe des Text- Symboles der Editier-Werkzeugleiste hinzugefügt werden ( ).

Es wird empfohlen, dass ein Anwendungsfalldiagramm das Dokumentationsregister des Akteurs nutzen sollte, um die Informationen über den Akteur aufzuzeichnen. Oder, sollte der Akteur sehr komplex sein, sich auf ein separates Dokument beziehen, welches die Information über den Akteur beinhaltet.

Das Dokumentationsregister des Anwendungsfalles sollte den Ablageort der Anwendungsfalldokumentation aufzeichnen. Die Information in der Anwendungsfallspezifikation (für alle, auch den einfachsten Anwendungsfällen) ist zu komplex, als dass sie direkt in das Register eingegeben werden könnte.

Das Projekt sollte auch ein separates Visionsdokument haben und eine ergänzende Anforderungsspezifikation. Ein Kommentar in Diagrammen kann dazu verwendet werden, sich auf diese zu beziehen, wenn der Anwender dies nützlich findet.

[Warnung]Warnung

Das Dokumentationsregister enthält ein Kästchen Veraltet. Der Status dieses Kennzeichens bleibt in der aktuellen Release von ArgoUML beim Speichern und Laden nicht erhalten.

4.4.7. Systemgrenzen

ArgoUML enthält eine Reihe von Werkzeugen, um beliebige grafische Kommentare in Diagramme einzufügen (wir lernten das Text-Tool bereits kennen). Diese finden Sie auf der rechten Seite der Editier- Werkzeugleiste und sind im Referenzhandbuch vollständig dokumentiert (siehe Kapitel 12, Das Editierfenster ).

Das Rechteck kann verwendet werden, um die Grenzen des Systems darzustellen. Nutzen Sie das Taste 2-kontextsensitive Popup- Menü Reihenfolge, um diese hinter alle anderen Elemente zu plazieren. Es gibt jedoch keinen Weg, die Füllfarbe zu ändern. Sie werden es daher vorziehen, die Systemgrenzen aus vier einzelnen Linien zu zeichnen. Dies ist die Methode, die für die Diagramme in diesem Kapitel verwendet wurde.

[Anmerkung]Anmerkung

Das Editierfenster in ArgoUML hat ein Gitter, in das Objekte beim Zeichnen einrasten. Die Größe dieses Gitters und seine Auswirkungen können durch das Ansicht-Menü (verwenden Sie Raster einstellen und Einrasten einstellen) verändert werden. Dies ist im Referenzhandbuch vollständig beschrieben (siehe Kapitel 10, Die Menüzeile ).